Suchen  
     Home   |    Onlineschalter   |    Kontakt   |    Schule   |    Gemeindeprojekte   |    Fotogalerie   |    Sitemap   |
 

 

 

Naturschutz

Druckversion anzeigenSchrift vergrössernSchrift verkleinern

Allgemeines

 
Der Begriff Naturschutz umfasst alle Untersuchungen und Maßnahmen zur Erhaltung und Wiederherstellung von Natur, wobei sich drei Zielsetzungen unterscheiden lassen: Die Erhaltung der Vielfalt, Eigenart und Schönheit von Natur, Landschaft und Wildnis (ästhetisch-kulturelle Gründe; Natur als Sinnbild), die Erhaltung der Leistungsfähigkeit des Naturhaushaltes, wobei eine nachhaltige Nutzbarkeit der Natur durch den Menschen angestrebt wird (Natur als Ressource und Dienstleister), sowie die Erhaltung von Natur, insbesondere von Biodiversität auf der Artebene, aufgrund ihres eigenen Wertes (Natur als Selbstwert/Moralobjekt).
 
 
 

Heckenpflege

 
Grundsätze
 
Um die wichtigen Funktionen dieser naturnahen Lebensräume langfristig zu erhalten, ist eine regelmässige Pflege notwendig. Diese richtet sich nach dem Heckentyp und den darin vorkommenden Bäumen und Sträuchern. Für die Heckenpflege gibt es kein Rezept, das allgemeine Gültigkeit hat. Von einer Hecke darf höchstens 1/3 der Gesamtlänge im gleichen Jahr auf den Stock gesetzt werden. Nur so kann die Hecke ihre wichtigen Funktionen weiterhin erfüllen. Bei der Pflege sind die lichtbedürftigen Pflanzen freizustellen. Der Schnittzeitpunkt ist Anfangs November bis Ende Februar.
 
 
Niederhecken (bestehend aus niederen Sträuchern mit einer Höhe von 2 – 3 Meter)
 
Mindestens alle 3 Jahre ca. 1/3 der Gesamtlänge abschnittweise auf den Stock setzen. Weiss- und Schwarzdorn sowie Hundsrose stehen lassen, da sie hervorragende Brut-, Deckungs- und Nahr-ungsmöglichkeiten bieten. Wenn nötig seitlich einkürzen. Dürre Sträucher als Sitzwarte für Vögel stehen lassen.


Hochhecken (bestehend aus niederen und hohen Sträuchern mit einer Höhe von 6 Meter)

Sobald man während der Vegetationszeit durch die Sträucher hindurch sehen kann, ist ein Eingriff nötig. Alle 5–8 Jahre abschnittweise 1/3 der Gesamtlänge auf den Stock setzen. Vor allem die ausschlag-kräftigen Arten wie Hasel, Traubenkirsche, Schwarzerle und Aspe zurückschneiden. Weiss- und Schwarzdorn sowie Hundrose schonen. Kein Efeu von den Bäumen herunterreissen oder abschneiden. Efeu ist kein Schmarotzer, d.h. der Baum wird nicht geschädigt, dabei bieten sich wertvolle Nischen für viele Tiere.
 

Baumhecke (bestehend aus niederen und hohen Sträuchern sowie mehrere in Reihe angeordnete Bäume)
 
Beim Durchforsten den kräftigen Bäumen genügend Kronenraum geben. Junge Bäume begünstigen und die niedere Strauchschicht erhalten. Nur 1/3 der Gesamtlänge abschnittsweise und alle 5 – 8 Jahre auf den Stock setzen. Markante oder alte höh-lenreiche Bäume wie Eichen, Weiden, Stieleiche, Kirsche usw. und langsam wachsende Sträucher unbedingt stehen las-sen, da sie vielen seltenen Tieren Brut- und Unterschlupfmöglichkeiten bieten.
 


Begriffserklärung

Auf den Stock setzen

Ganzer Strauch oder Baum ca. 10 cm über dem Boden abschneiden
Abschnittweises Pflegen Der Drittel, welcher auf den Stock gesetzt wird, soll nicht an einem Stück, sondern auf die ganze Länge der Hecke aufgeteilt werden
Einkürzen Äste seitlich oder in der Höhe zurückschneiden

 

 

 

 

 

Gemeindeverwaltung, Oberdorfstrasse 2, 5213 Villnachern, Tel 056 441 14 52, Fax 056 442 39 00, gemeindeverwaltung@villnachern.ch